JUNGE FREUNDE AUF FACEBOOK
Logo Freunde

Konzertsaal

Dem Freundeverein liegt ein eigener Konzertsaal für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks besonders am Herzen. Dieses Orchester von Weltruf verfügt über keine eigene Aufführungsstätte. München verlor durch den 2. Weltkrieg einen berühmten Konzertsaal, das Odeon. Als Wiederaufbaumaßnahme entstand der unfrohe Herkulessaal. 1985 löste die Philharmonie im Gasteig den maroden Kongressaal im Deutschen Museum als größere Aufführungsstätte ab. Seitdem kam kein einziger Sitzplatz für klassische Musik mehr hinzu, obwohl die Bevölkerung der Stadt sich seit 1945 verdreifachte.

   Nun endlich ein Neubau, den so viele herbeisehnen. Mariss Jansons, unermüdlicher Kämpfer für einen neuen Konzertsaal, stiftete 2013 sein Preisgeld des Ernst-von-Siemens-Musikpreises in Höhe von € 250.000.- für diesen neuen Konzertsaal. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer gab nach langen Diskussionen zu Beginn des Jahres 2016 grünes Licht für das Projekt Neuer Konzertsaal. Die Weltstadt der Musik wird wieder erstarken.



2016


01.09.2016

Aufbruch

München bekommt einen neuen, zusätzlichen Konzertsaal. Das bayerische Kabinett hat im Dezember 2015 entschieden und grünes Licht gegeben für die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer des ehemaligen Pfanni-Geländes im Werksviertel am Ostbahnhof. Hier wird der neue Konzertsaal entstehen, inmitten einer Neuausrichtung des Quartiers. Obwohl nochmals Standortdebatten aufflammen – Befürworter anderer Standorte und Konzepte fühlen sich benachteiligt, allen voran die Gruppe um die Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke – halten Ministerpräsident Horst Seehofer und die Staatsregierung als Bauherr an ihrer Entscheidung fest.

   Am 23. Februar 2016 stimmt die CSU-Landtagsfraktion der Vorlage des Kultusministers Ludwig Spaenle zum Bau des neuen Konzertsaals zu. Die vorbereitenden Verhandlungen und Arbeiten von Expertengruppen können offiziell beginnen. Allen voran die Rahmenbedingungen sind es, die klar definiert werden müssen. Das notwendige Grundstück wird der Bayerische Staat nicht kaufen können sondern nur in Erbpacht erhalten. Über Dauer und Pachtzins wird ausführlich verhandelt werden müssen. Ob die üblichen 99 Jahre ausreichend? Man wird sich vielleicht auf eine längere Pachtdauer verständigen, mit nicht unerheblichem Einfluss auf die Kosten. Auch das Raumprogramm für das neue Gebäude gilt es festzuschreiben. Wie viel Platz muss für einen reibungslosen Konzertbetrieb bereitgestellt werden, der höchsten Ansprüche gerecht werden soll? Für wie viele Zuhörer soll der Saal konzipiert werden? Mit welchen Baukosten wird zu rechnen sein? Fragen über Fragen, die nicht früh genug tragfähig geklärt werden müssen. Auch die Zuwegung von Ostbahnhof zum neuen musikalischen Leuchtturm, ein stets strittiger Punkt bei früheren Diskussionen ist noch offen. Stadt und Deutsche Bahn müssen in das Boot geholt werden.

   Horst Seehofer drückt auf das Tempo. Eine von der Staatsregierung eingesetzte Lenkungsgruppe, besetzt mit Experten unterschiedlicher Fachrichtungen, darunter auch Akustiker und Musiker sowie das Management des BRSO, arbeitet seit Monaten an den notwendigen Ausschreibungen. Mariss Jansons und Anne-Sophie Mutter wirken beratend mit. Wer wird das Haus betreiben? Wie lassen sich private Gelder für den Bau gewinnen?

   Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit werden Fakten geschaffen und Meilensteine definiert. „Wir wollen einen Konzertsaal mit Weltniveau“, gibt Ministerpräsident Seehofer den Experten vor. Auch die Musikhochschule soll mit einigen Räumen vor Ort vertreten sein. Am 19. September 2016, sieben Monate nach dem Startschuss, endet die Bewerbungsfrist für den Architektenwettbewerb. Erste Namen aus der internationalen Architektenszene werden bekannt. Nur wenige Wochen später werden die ausgewählten Büros über ihre Teilnahme informiert, mit der Vorgabe, ihre Arbeiten bis 9. März 2017 abzugeben. Zwei Monate später entscheidet dann das Preisgericht. Horst Seehofer wird noch innerhalb seiner Amtsperiode als Ministerpräsident Bayerns mit dem ersten Spatenstich die Erde aufbrechen und den Grundstein legen.

   Der Traum eines neuen Konzertsaals wird wahr. Mariss Jansons Vision wird nach 14 Jahren unerschütterlicher Ausdauer Realität. Wir Freunde des BRSO gratulieren ihm von ganzem Herzen!


Autor: Martin Wöhr



24.07.2016

Auftakt im Werksgelände

Bauzaun und Graffitikunst: Am Freitag, 8. Juli 2016, lud Werner Eckart, Besitzer des Werksgeländes am Ostbahnhof, zum Bauzaun des neuen Konzertsaals. Zu abendlicher Stunde ...



05.06.2016

“Der perfekte Konzertsaal”

Erläuterungen der Voraussetzungen und Bedingungen für einen neuen Konzertsaal

Prof. Dr. Ing. Dr. phil. Frank Müller-Römer
Technischer Direktor des Bayerischen Rundfunks i. R.

Bitte klicken Sie hier um die Datei (PDF) downzuloaden.




2015


13.07.2015

"Der Finanzgarten ist der ideale Ort für einen neuen Konzertsaal"

Bild: © 'Neues Odeon', Master-Thesis von Markus Krempels, Visualisierung DIMENSIONhoch3
Pressemitteilung, 13.07.2015. Der Finanzgarten ist der ideale Ort für einen neuen Konzertsaal. Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks e.V. plädieren für den Finanzgarten als Standort ... (mehr: PDF)



13.07.2015

Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks e.V. plädieren für den Finanzgarten als Standort

Pressemitteilung

Konzertsaal München:
Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks e.V. plädieren für den Finanzgarten als Standort

“Der Finanzgarten ist der ideale Ort für einen neuen Konzertsaal!”. Mit diesem Bekenntnis votierten die Mitglieder der Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks e.V. auf ihrer vor kurzem abgehaltenen außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Thema Neuer Konzertsaal. Hinter sich wissen sie 23.000 Unterschriftengeber, die sich im Frühjahr erfolgreich gegen die Zwillingslösung im Gasteig gestemmt haben und in hoher Zahl ebenfalls nach dem Finanzgarten rufen: “Nur dort, nahe der historisch gewachsenen Musikachse von Oper und ehedem Odeon, ist der geeignetste Standort für einen Konzertsaal, für ein neues Odeon.”

   In mehreren Studien interministerieller Arbeitsgruppen und zahlreichen Bekenntnissen von zuständigen Politikern, findet sich der Finanzgarten seit dem Jahr 2011 immer an vorderster Stelle. Ehemals begonnene Untersuchungen wurden allerdings nie weitergeführt; sie blieben unvollendet. Die Freunde des BR-Symphonieorchesters fordern deshalb für dieses Areal eine belastbare Untersuchung hinsichtlich Baurecht, Landschafts- und Denkmalschutz. Nirgends ist dokumentiert, was dort bautechnisch möglich ist und was nicht. Hier muss Klarheit und Transparenz geschaffen werden.

   Die Vorteile für den Finanzgarten als Standort für ein neues Odeon liegen auf der Hand. So lassen sich Gebäudevolumen und Baukosten durch Nutzung des nahen Herkulessaal als Kammermusiksaal reduzieren. Auch befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft Räumlichkeiten, die vorteilhaft als Backstage genutzt werden könnten (Stimmzimmer, Solistenzimmer, Büros). Der Flächenbedarf für diesen Standort kann somit kleiner gehalten werden. Die Galeriestraße kann endlich als hässliche Parkmeile entsiegelt und begrünt werden. Hinzu kommt die einmalig günstige Lage des neuen Odeon zu Münchens öffentlichen Verkehrsmitteln. An der Galeriestraße treffen sich vier U-Bahnlinien mit schneller Anbindung an die S-Bahn am Marienplatz. Münchens Konzertbesucher kommen aus seinem 360°-Umfeld und nicht bevorzugt aus nur einer Richtung. Nicht wie in Paris, wo jüngst die neue Philharmonie im noblen Westen entstand.

   Auch ist Münchens breit gefächerte Gastronomie nicht zu vernachlässigen, für einen Besuch vor und nach dem Konzert.

   Die Musik darf nicht an den Rand der Stadt gedrängt werden, nicht in Quartiere, die entwicklungstechnisch interessant sein mögen, aber bestehende Kulturschätze in der Innenstadt nicht ergänzen. Platz für ein neues Odeon ist da, kostenlos und rasch verfügbar, sofern man es will.

   Die Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks wünschen sich von den politischen Konzertsaal-Entscheidern ein klares Bekenntnis zu München als Kulturmetropole von weltweitem Rang. Sie sehen einen Konzertsaal am Rande des Finanzgartens als die einzig richtige Entscheidung, diesem Auftrag angemessen gerecht zu werden.

Mit besten Grüßen
Martin Wöhr
Vorsitzender
Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks e.V.




11.07.2015

München braucht einen neuen Konzertsaal!

Die wichtigsten Gründe und Argumente für die Dringlichkeit eines neuen Konzertsaals wurden kürzlich in einer Publikation des Vereins Konzertsaal München e. V. veröffentlich. Mit dem Konzertsaalverein arbeiten wir, die Freunde des BR-Symphonieorchesters, eng zusammen. Zu der gemeinsam erstellten Infobroschüre geht es hier (PDF) …



05.02.2015

Die Politik hat entschieden

Bild: Martin Wöhr
Protest, 05.02.2015. Die Politik hat entschieden: Es wird kein neuer, zusätzlicher Konzertsaal in München. Die Freunde des BRSO rufen zum Protest auf...(PDF)



05.02.2015

Kein neuer, zusätzlicher Konzertsaal in München

Die Bayerische Staatsregierung und die Stadt München haben am 02.02.2015 entschieden: In München wird kein neuer zusätzlicher Konzertsaal gebaut. Der Bayerische Ministerpräsident, Horst Seehofer, hat sein vielfach geäußertes Versprechen nicht gehalten: „München bekommt einen neuen Konzertsaal“. Mariss Jansons fühlt sich nach zehnjährigem Bemühen zum Narren gehalten.

    Der zwischen Staat und Stadt ausgehandelte Weg wurde entschieden, ohne zuvor sachlich und gründlich über die Machbarkeit, die Kosten und die Folgen nachgedacht zu haben. Am Entscheidungsprozess waren weder die freien Veranstalter noch das BRSO beteiligt.

    Die beiden großen symphonischen Orchester der Stadt sollen sich in einer Zwillingslösung die umgebaute Philharmonie im Gasteig und den ertüchtigten Herkulessaal in der Residenz paritätisch teilen. So lautet der Beschluss. Dies ist eine problemerzeugende Pseudolösung. Hinzu kommt die Behauptung, in München sei mit einem Rückgang klassischer Musik zu rechnen.

    Das der Kultur zugeneigte Bürgertum dieser Stadt ist aufgebracht und wütend. Es versteht nicht diese Entscheidung, fühlt sich vor den Kopf geschlagen und fürchtet nachhaltig um den Ruf dieser international renommierten Kunstmetropole.

    Der Verein “Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks e. V.” ruft zum Protest auf! Er bittet seine Mitglieder und Freunde um rege Beteiligung an seiner Unterschriftenaktion. Die Unterschriftenliste finden Sie hier (PDF). Die Liste im Bekanntenkreis bitte weiterreichen und an die angegebene Adresse zurückschicken.

Fakten:

  • Der Herkulessaal in der Münchner Residenz ist Ersatz für das im Krieg zerstörte Odeon.
  • Die Philharmonie im Gasteig ist Ersatz für den Mitte der 80er Jahre unbrauchbar gewordenen Kongresssaal im Deutschen Museum.
  • Nationaltheater und Prinzregententheater gehören seit über hundert Jahren zum Bestand.
  • Die Sitzplatzkapazität für symphonische Musik hat sich seit dem Krieg nicht vergrößert. Münchens Bevölkerung ist inzwischen um mehr als eine Million Einwohner gewachsen.
  • Renommierte Gastorchester machen einen Bogen um München. Die Gründe liegen in der Unzulänglichkeit beider Säle (Philharmonie akustisch fragwürdig, Herkulessaal unwirtschaftlich).
  • Weltweit entstehen hervorragende neue Konzertsäle, die Wirtschaftskraft dieser Städte ist gestiegen.
  • Die Kunstmetropole München ist auf dem besten Weg, für die Musik uninteressant zu werden. Anne Sophie Mutter: „Dortmund hat uns akustisch in die 2. Liga verdrängt” (Anm. d. V.: Dort gibt es einen neuen, akustisch hervorragenden Saal).


Autor: Martin Wöhr




2014


11.12.2014

Das neue Odeon: Pressekonferenz am 11.12.2014

Finanzgarten 1980; Abbildungsnachweis: Denkmäler in Bayern, Oldenbourg 1991, Bd. I.1, Ensemble Altstadt, Seite 19
Der Verein Konzertsaal München e. V., unterstützt vom Verein Freunde Symphonieorchester Bayerischer Rundfunk e.V., gab am 11.12.2014 eine Pressekonferenz und ging mit dem Standort "Finanzgarten" an die Öffentlichkeit. Ziel war es, diesen Standort, gelegen an der Galeriestraße, für einen neuen Konzertsaal positiv darzustellen und einer ökologischen Diskussion so früh wie möglich entgegen zu wirken. Mit den Informationen soll dargelegt werden, dass der Standort in Bezug auf Ökologie, Denkmalschutz und Stadtgestaltung zwar sehr sensibel, aber bei einer guten Gesamtplanung durchaus geeignet und zustimmungsfähig ist. Das heute abgeschottete und unansehnlich daherkommende Areal wird durch eine Sanierung deutlich aufgewertet.

Nähere Informationen zum Projekt “Neues Odeon” finden Sie auf der Webseite des Vereins Konzertsaal München e. V., http://www.konzertsaal-muenchen.de/ , wenige Zeilen unterhalb des Bilds unter WEITERLESEN.





2013


23.04.2013

Projekt “Neuer Konzertsaal für München”

Eine Präsentation von Martin Wöhr anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks vom 23. April 2013.

Bitte klicken Sie hier um die Datei (PDF) downzuloaden.





Zum Seitenanfang